2008 in Australien

Wer mich kennt weiß, dass ich schon lange den Reisevirus in mir trage. Infiziert habe ich mich damals irgendwo in den Weiten Australiens. Damals reiste ich nach dem Abitur 6 Monate im Land der Kängurus und Koalas und durfte sowohl die Schönheit der Natur als auch die der Menschen aus allen Herren Länder kennen lernen. Seitdem zieht es mich immer wieder ins Ausland, um auch Menschen mit anderen kulturellen Hintergründen kennenzulernen. Doch warum muss dies gerade eine Reise mit dem Fahrrad sein und dann auch noch soweit gen Osten? Dies hat folgende Gründe. Zum einen wurde mir auf meinen Reisen bewusst, dass es mit öffentlichen Verkehrsmitteln recht schwierig ist wirklich nah an der Natur zu sein bzw. individuell Standorte auszusuchen. Man muss sich dem Fahrplan unterordnen und sieht Mensch und Natur meist nur durch die Scheibe des Fahrzeugs. Ein Kontakt mit Mensch und Natur beschränkt sich dann meist nur auf menschliche Ballungszentren bzw. sind in gewisser Weise vorgegeben. Oft war es so, z.B. in Laos, dass ich auf den Weg in die Stadt X Orte gesehen habe, die ich gerne besucht und erlebt hätte. Jedoch blieben diese Orte für mich nur kurze Momente der Betrachtung hinter einer Busscheibe. Die Wahl auf das Verkehrsmittel Fahrrad hat schlussendlich 3 Gründe. Der einfachere Kontakt zu Menschen und zur Natur, die schnellere Fortbewegung (im Gegensatz zum Laufen), und die große Freiheit. Gerade letzterer Grund ist mir sehr zu Herzen gewachsen. Selbst zu entscheiden, wo ich z.B. schlafen werde, wie lange ich an bestimmte Orte verweile oder welche Route ich nehme ist ein unglaublich befreiendes Gefühl, welches konträr zu unserem eingeengtem, vorgegebenen Lebensalltag steht. Auf dieses Gefühl der Freiheit warte ich schon sehnsüchtig….

So viel zu ein paar inneren Zielen meiner Reise. Vielleicht noch ein paar kurze Infos über die Fahrradreise gen Osten. Vor ca. 2 Jahre hatte ich mir vorgenommen, nach dem Studium eine Auszeit einzulegen und eine Reise mit dem Fahrrad zu starten. Von Konstanz aus losfahrend, soll das Endziel Südostasien sein. Ich wollte nicht mehr nur ferne Länder und Kulturen aus dem Fernsehen wie dem „Weltspiegel“ sehen, sondern sie hautnah erleben. Trotzallem bin ich des „Allein Reisens“ etwas müde, gerade bei einer so langen Fahrradtour. Man kann es nun Schicksaal nennen, dass mich meine Fahrradreise wieder zurück zum Reise-Ursprung treibt. Auf der Suche nach Informationen für eine große Fahrradreise schrieb ich vor ein paar Monaten Pedro an, welcher schon mit dem Fahrrad von Frankreich nach Rumänien fuhr. Es ist eben dieser Pedro, den ich damals beim „Bäume-Pflanzen“ in Pingelly/Australien bei teils über 40 Grad (bis heute meine härteste Arbeit) kennengelernt habe. Nach dieser kräftezerrender aber verbindenden Arbeit sind wir zusammen mit drei weiteren Franzosen mehrere Monate durch halb Australien gereist. Von den Geschichten damaliger Zeit erzähle ich immer wieder gerne. Beim „Facebook-Gespräch“ stellte sich dann heraus, dass auch Pedro vorhat, mit dem Fahrrad nach Asien zu fahren. So kam die Idee, die Fahrradreise doch zusammen zu unternehmen….

Es soll nun also mit dem Fahrrad vorerst mal nach China gehen. Viele fragen mich, wie die genaue Route aussieht. Wer die, ich nenn sie mal „Roots-Reisende“ kennt, der weiß, dass es nie geschickt ist genaue Pläne zu schmieden, sondern sich treiben zu lassen. Somit ist unsere Route nicht genau geplant, wobei es den groben Plan gibt, über den Balkan in die Türkei zu gelangen und dort dann auf der Seidenstraße Richtung China zu gelangen. Es wird sich im Laufe der Reise zeigen, welchen Weg wir einschlagen werden. Lasst euch überraschen…

Eigentlich bin ich etwas schreibfaul. Darüber hinaus weiß ich nicht, wie oft ich Internetzugang haben werde. Es kann also sein, dass hier nur einmal im Monat etwas geschrieben wird. Kann aber auch sein, dass es öfter sein wird. Ihr seid alle eingeladen Teil der Reise zu sein, jedoch werde ich nicht in heutiger Twitter/WatsApp Manier jeden Tag etwas posten. Wir schon zuvor erwähnt ist die Freiheit einer der wichtigsten Gründe meiner Reise. Dies soll auch bzgl. des Blogs so sein. Auch die Form der Einträge wird unterschiedlich sein. Mal eher wie ein Tagebucheintrag, mal eher wie ein Reisebericht. Lasst euch also überraschen, so wie ich mich auch auf der Reise überraschen lassen werde….


3 Kommentare

Manuel Schneider · September 9, 2019 um 3:40 pm

Hey Freddy,
Deine Erfahrungen und Erlebnisse beeindrucken mich derart, und bin selbst begeisterter Radfahrer.
Gerne würde ich ein paar Fragen an Dich richten.
Freue mich, wenn Du antwortest:-)

Manuel Schneider · September 9, 2019 um 3:41 pm

…am besten über meine email-Adresse 🙂

Frederic Fritz · September 10, 2019 um 7:46 pm

Hey Manuel,

Ich habe dir eine email geschrieben. Deine e-mail adresse würde ich nun von der Homepage nehmen 🙂

beste grüße,

Freddy

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