“ Auch in schwierigen Zeiten sollte man Positives Am Leben suchen. Dann kommt die Freude am Leben ganz von allein!“

Ein Hindernis verhindert die Weiterfahrt mit dem Fahrrad


Da sitze ich nun und warte. Warte Stunden, Tage, Wochen und schließlich sogar 2 Monate. Weitere Kilometer auf dem Fahrrad – Fehlanzeige! Meine Reise mit dem Fahrrad in Südamerika wird in San Salvador de Jujuy ihr Ende finden. Das Ungewisse gehört zum Reiseradeln dazu. Das es schon so früh nicht mehr weitergehen soll, habe ich zwar nicht erwartet, jedoch durchaus einkalkuliert. Trotz den gesundheitlichen Beschwerden, die fast 2 Monate andauerten (ein lang andauernde Prostataentzündung), hätte ich noch ca. 3 Wochen fahren können, jedoch habe ich mich mitunter aus privaten Gründen dagegen entschieden.

Anfang Juni ist es soweit: Conrado holt mein (und nun sein) Fahrrad ab. Mit dabei: Zelt, Isomatte, Kocher, Schlafsack – meine Heimat der letzten 7 Monate. Das Ende ist endgültig, es gibt kein zurück mehr! Von nun an unterwegs ohne Fahrrad, ohne ultimative Freiheit, ohne der Nähe zur Natur, bin Ich geknickt. Die ersten Ausflüge als Backpacker sind von Wehmut getrübt. Ich sehe Berge und Flüsse, atme die Luft der Umgebung ein, schaue die Landschaft an und fühle die vergangenen Monate des Reiseradelns durch meinen Körper zischen. Immer wieder ertappe ich mich darin, gute Campingplätze fürs Zelt aufschlagen zu erspähen. Das Loslassen fällt mir schwer. „Wie traurig, wie bitter“ könnte man meinen.

Das letzte Bild von mir auf dem Rad

Doch das Reiseradler-Glücks-Gen sollte mir mehrere kleinere und ein großes Geschenk machen. In den folgenden Wochen lerne ich zumindest das eine Mal, die Vorzüge des Wanderns kennen. Des weiteren, nach mehr als 2 Monate in einer nordargentinischen Kleinstadt lebend, habe ich diese nordargentinische Kultur, das politische System und nicht zuletzt die Sprache gut kennengelernt und kann Erfahrungen des vergangenen Jahres besser einordnen. Es ist eine Sache in einem Land zu reisen, eine andere darin wie ein Einheimischer, und nicht abgegrenzt in einer europäischen/westlichen Diaspora wie in einem Hostel, zu leben. Das größte Geschenk ist sicherlich der private Grund, (aus privaten Gründen natürlich nicht weiter sprechen werde).

In der kommenden Zeit werde ich nun 2 Berichte veröffentlichen (Berg und San Pedro). Den einen zu einem Ausflug zu Fuß bzw. Bus als Backpacker und einen weiteren zum Leben der nordargentinischen Kleinstadt San Pedro.

Die Reise mit dem Rad ist zu Ende, doch weitere Abenteuer warten auf mich!

3 Kommentare

Anonymous · September 10, 2019 um 8:02 am

Hallo Freddy,
ich selbst habe mit dem Sitzen auch Probleme bekommen und auch das Laufen macht mir viele Probleme.
Vor 2 Jahren habe ich da eine tolle Lösung für mich gefunden.
Streetstepper.com
Den habe ich mir jetzt an Weihnachten mit einem E-Antrieb mit 800W ausgerüstet. Seit dem ist es für mich wieder ein riesen Spaß stundenlang in der Natur unterwegs zu sein.
Es gibt natürlich nicht nur Vorteile, so läßt der Stepper nicht so leicht als Lastenesel umbauen.
Wenn Du mehr zu meinen Erfahrungen wissen willst kannst Du mich gerne unter allrb1l@arcor.de kontaktieren. Vielen Dank für den tollen Block ohne Schönmalerei, er weckt alte Erinnerungen wach.
Viele Grüße
Rolf

Frederic Fritz · September 10, 2019 um 7:52 pm

Hallo Rolf,

vielen lieben Dank für deinen Kommentar und deine Hilfe.
Mittlerweile geht es mir schon viel besser. Ich bin schon fast wieder auf 100% 🙂

Falls sich aber doch noch Fragen zu dem Streetstepper und deine Erfahrungen auftuen sollten, melde ich mich bei dir 🙂
„er weckt alte Erinnerungen wach“ –> Wo warst du denn unterwegs?

Beste Grüße,

Freddy

Stefan · September 12, 2019 um 7:42 am

Servus Freddy,
tolle Touren, die Du da gefahren bist, ich beneide Dich um die Erfahrungen und Erlebnisse…
Gibts auf der Homepage eine Seite, auf der Dein Rad + Ausrüstung, die sich bewährt hat, beschrieben sind ? Der Link „Reisen mit dem Rad“ funktioniert leider nicht… bzw. führt nur auf eine leere Seite…
Schöne Grüße,
Stefan

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